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Working-Mom

29. September 2016

Die ersten Wochen als working-mom sind nun rum und das wollte ich zum Anlass nehmen, Euch darüber zu berichten, wie es mir damit geht.

Als Krankenschwester arbeite ich im 3 Schicht-System, habe somit Früh-,Spät- und Nachtdienste. Ich arbeite zur Zeit 25 Stunden die Woche. Emil geht von Montag bis Freitag in die Kita, aber meine Dienste sind natürlich auch am Wochenende, dann passt mein Mann auf Emil auf und genießt diese Papa-Sohn-Zeit auch in vollen Zügen.

In den letzten Wochen habe ich schon in allen Schichten gearbeitet und musste langsam wieder rein finden. Gar nicht so einfach, sich wieder alles anzueignen, was man in den letzten Jahren gelernt und doch in kurzer Zeit schon wieder in die hinterste Schublade des Gehirns verbannt hat. Aber es ist wie Fahrrad fahren, verlernen tut man es nicht.

So kam ich auch schneller rein als gedacht, trotz dessen fehlt mir aber noch einiges, was ich früher aus dem ff konnte.

Die Schichtarbeit lässt sich mit der Familie wirklich gut vereinbaren, ich glaube, es ist tatsächlich etwas einfacher, als das Familienleben mit einem Montag-Freitag, 8-12 Uhr Job zu organisieren. Aufgrund der Schichtdienste arbeite ich mal 3 Tage am Stück, habe dann mal 5 Tage frei, arbeite 7 Tage am Stück und habe dann dafür aber 10 Tage lang frei. Es ist jeden Monat unterschiedlich, aber doch recht praktisch.

Ich muss aber ehrlich gestehen, dass mir die Nachtdienste nicht mehr so leicht von der Hand gehen, wie früher. Ich kann zwar schlafen, während Emil in der Kita ist, aber das sind eben auch nur maximal 5-6 Stunden und nach einem Nachtdienst ist der Biorhythmus so durcheinander, dass er es gut vertragen könnte, noch länger zu ruhen. Das geht jetzt aber nun mal nicht. Während ich früher nach einem Nachtdienst den ganzen Tag im Bett gegammelt habe, oder wirklich nur das gemacht habe, wozu ich Lust hatte, steht nun Kinder-Bespaßung auf dem Programm. Wie soll ich Emil denn erklären, dass er es etwas ruhiger angehen soll, weil Mama Nachtdienst hatte…. Das funktioniert nicht und das ist genau der Knackpunkt. Mein Körper fängt gegen Nachmittag an zu rebellieren, er will Ruhe und Schlaf. Das ist etwas, an das ich mich definitiv noch erst gewöhnen muss. Aber ich denke, auch das kommt mit der Zeit, wenn sich alles etwas eingespielt hat.

Auch nach einem Frühdienst, der für mich bedeutet, dass um 4:45 Uhr der Wecker klingelt, kann ich mich nicht einfach mal kurz hinlegen, denn Emil muss bis spätestens 13:30 Uhr aus der Kita abgeholt werden. Das bedeutet, dass ich direkt von der Arbeit los muss und mich sogar beeilen muss, um es pünktlich zu schaffen. Danach gibt es kein ausruhen, Emil hat kein Erbarmen, natürlich nicht!!! Übel nehmen kann man ihm das ja nicht 😉

Aber auch, wenn das ganze sehr anstrengend und Kräfte zehrend ist, bin ich am Überlegen, meine Stundenzahl schon hochzustellen. Zur Zeit arbeite ich knapp 14 Tage im Monat, was natürlich super ist, so habe ich auch mal Zeit für mich, den Haushalt und Sport. Jedoch plagt mich das schlechte Gewissen, denn Emil ist trotzdem jeden Tag in der Kita, warum sollte ich also nicht arbeiten gehen? Wenn ich frei habe, bringe ich Ihn zwar erst sehr spät hin und hole ihn nach 3 Stunden wieder ab, aber irgendwie kommt es mir falsch vor, nicht zu arbeiten.

Was aber auf jeden Fall zutrifft, ist, dass man die Zeit mit seinem Kind noch viel intensiver nutzt und mehr genießt, als wenn man den ganzen Tag zu Hause ist.

Der Plan ist also nun, meinem Körper noch etwas Zeit zu geben, sich an die Umstellung zu gewöhnen und dann wird eventuell der nächste Schritt getan und die Stundenzahl erhöht.

Wie macht Ihr das als working-moms? War die Umstellung für Euch zunächst auch recht hart?

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