Baby Lifestyle

Vergleiche, Vergleiche, Vergleiche

12. Mai 2016

Wie ich ja bereits schon in einem anderen Beitrag über die Rivalität unter Müttern geschrieben habe, möchte ich heute noch einmal ausführlicher auf das Thema eingehen.

Vielleicht fällt es mir extrem auf, da Emil in seiner motorischen Entwicklung sehr langsam ist, aber vielleicht bin ich auch einfach nicht der Typ Mutter, der sich mit seinem Kind schmückt, als wäre es ein Accessoire.

Natürlich macht man sich als Mutter Gedanken, warum das eigene Kind dieses und jenes noch nicht kann, so wie (fast) alle anderen Kinder in seinem Alter. Aber manche Kinder sind einfach langsamer als andere, und trotzdem läuft da nicht unbedingt was verkehrt. Aber man möchte doch nicht auch noch ständig darauf aufmerksam gemacht werden und jedes Mal die gleiche Frage hören, “Warum kann Emil denn noch nicht krabbeln?”. Meine Antwort lautet mittlerweile immer: “Weil er sich lieber tragen lässt, bis er 3 wird. Würde ich auch so machen, wenn ich könnte!”

Man härtet irgendwann ab, aber warum muss man das denn eigentlich? Warum vergleichen Mütter immer und immer wieder?

Ich kenne keine Mama, die nicht vergleicht, außer mir. Obwohl, natürlich vergleiche ich, sonst würde ich diesen Post nicht schreiben, aber ich mache es nicht in Gesprächen mit anderen Müttern oder um (mich) etwas zu beweisen! Das brauche ich nicht, mein Kind ist toll, natürlich ist es das, es ist mein Kind! Dafür muss es nicht irgendwelche Fähigkeiten haben oder besser und schneller sein als die anderen Kinder.

Ich kann doch auch so stolz auf mein Kind sein, dass es sich in dieser großen weiten Welt zurecht findet und mich jeden Tag mit einem Lächeln begrüßt und mir immer wieder eines auf die Lippen zaubert. Dafür muss ich mich nicht duellieren, ich führe dann doch lieber tiefgründige Gespräche und habe auch mal andere Themen als nur die typischen Baby Themen!

Liebe Mamas, wir sitzen alle in einem Boot und sollten stolz auf unsere Kinder sein können, aber nicht weil das eigene Kind etwas besser kann, als das andere. Wir sollten toleranter werden gegenüber unterschiedlicher Entwickungsstufen, dann können wir unseren Kindern nämlich auch mit auf den Weg geben, toleranter zu sein. Das sollte unser Ziel sein und sie nicht dahin drängen, immer besser als alle anderen sein zu müssen.

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2 Comments

  • Reply Janine 13. Mai 2016 at 11:31

    So wahr!
    Aber herzlich willkommen in unserer Leistungsgesellschaft!

  • Reply Stella mit Babyfia 19. Mai 2016 at 8:40

    ich fühlte mich auch oft genervt von der Fragerei nach den motorischen Fähigkeiten. Niemand fragt danach ob das Kind lächelt, lacht, dir winkt, klatscht oder küsse verteilt. Es ist schade, dass man sich dadurch unter Druck gesetzt fühlt. Das stört mich auch, vor allem, dass ich mich dadurch stören lasse!

    Die Mütter vergleicherei empfinde ich überhaupt nicht so. Weder in Mamagruppen noch im Intetnet. Ich erlebe viel mehr einen lebendigen Austausch der natürlich von Berichten der momentanen Situation lebt. Und dabei gehöre ich zu den Frauen die Mütter und überhaupt Grüppchen nur mit Vorurteilen begegnen. Doch richtige Vergleiche (meinst kann mehr als deins) habe ich eigentlich noch keine erlebt.

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