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Entscheidungen, Entscheidungen…

14. Januar 2018

In unserem Leben werden wir vor viele Entscheidungen gestellt. Es beginnt mit ganz banalen Entscheidungen, wie zum Beispiel: Was ziehe ich heute an oder was esse ich heute zum Mittag? Es gibt aber auch die wirklich (Achtung!) entscheidenden Entscheidungen in unserem Leben. Die Wahl der Ausbildung oder des Studienganges. Die Wahl des Partners, der im besten Fall, Dein ganzes Leben mit Dir teilt. Die Entscheidung ein Kind zu bekommen. Das sind doch die wesentlichen Entscheidungen, die wir treffen müssen. Oder?

Grundsätzlich schon. Aber wir sind allein dafür verantwortlich. Wir schreiben unser Buch selbst. 

Was aber, wenn wir plötzlich Entscheidungen FÜR jemanden treffen müssen? Die wirklich schwierigen Entscheidungen, die wir treffen müssen, sind nicht die, die wir für uns selbst treffen. Das sind die, die wir für unsere Kinder treffen. Mit der Klärung der Frage, ob wir ein Kind haben möchten, beginnt ein völlig neues Leben. Sollte diese Frage mit Ja beantwortet werden, und davon gehen wir jetzt mal aus, werden wir vor viele weitere Entscheidungen gestellt.

Schon in der Schwangerschaft treffen wir Entscheidungen, die das ungeborene Kind betreffen. Mache ich die Nackenfaltenmessung, was mache ich, wenn das Ergebnis nicht das ist, was ich erwarte? Wie entscheiden WIR uns? Plötzlich entscheidet man nicht mehr alleine. Als Paar und zukünftig als Eltern trägt man die Verantwortung für ein ungeborenes Leben. Wir sind nicht mehr nur für uns allein verantwortlich.

Es kommen noch weitere Entscheidungen während der Schwangerschaft hinzu. Vielleicht mögen sie für einige sehr banal klingen, aber doch sind es eben Entscheidungen. Wo soll das Kind zu Welt kommen? Zuhause, im Krankenhaus, in einem Geburtshaus? Auf natürlichem Wege oder auch per Wunsch-Kaiserschnitt? Möchten wir das Geschlecht des ungeborenen Kindes erfahren? 

Und trotz dessen, dass wir jegliche Entscheidung mit bestem Gewissen getroffen haben, werden wir doch für eben diese verurteilt oder in Frage gestellt. Das ist doch das gemeinste daran, oder? Ich meine, es ist wirklich nicht einfach diese Entscheidungen zu treffen und dann werden wir auch noch dafür von der Gesellschaft oder auch von Freunden und Familie kritisiert. Ich habe schon mal über den Druck der Gesellschaft geschrieben, hier geht es zum Beitrag.

Bei der Namensfindung geht es dann weiter und hey, den Namen, den Du gemeinsam mit deinem Partner für das Kind auswählst, wird es sein ganzes Leben tragen und im besten Fall auch noch glücklich darüber sein. Manche Entscheidungen können eben revidiert werden, aber andere bleiben und daran kannst du nichts ändern. Ist man sich dessen eigentlich bewusst? Mit der Schwangerschaft und dem wachsenden Bauch wird einem als Frau täglich bewusst, dass sich jetzt so einiges verändert und wir haben Zeit uns darauf einzulassen und ich denke, jede Mutter weiß, was ich meine, wenn sich nicht nur der Körper sondern auch das Wesen während der Schwangerschaft verändert. Man wird verantwortungsbewusster, mit jedem Tag der Schwangerschaft. 

Und trotzdem wirst Du immer wieder vor schwierige Entscheidungen gestellt, die von anderen in Frage gestellt werden. Manche Entscheidungen trifft man leichter als andere. Das sind dann die “banalen”, aber manche Entscheidungen wirst auch Du selbst in Frage stellen! War es richtig, schon nach einem Jahr Elternzeit wieder arbeiten zu gehen? Ist mein Kind wirklich bereit dafür gewesen, schon mit einem Jahr von der Mutter getrennt zu sein, auch wenn es sich nur um einige Stunden handelt?

Wir wachsen als Eltern jeden Tag in unsere Rollen hinein und treffen unsere Entscheidungen für UNSER Kind mit bestem Gewissen. Das nennt man Liebe!

Bisher, in Emil’s noch recht kurzen Leben, mussten wir schon unzählige Entscheidungen treffen und ich denke, dass wir gute Entscheidungen getroffen haben. Ich schreibe bewusste “gute” und nicht “richtige”, denn gibt es richtig oder falsch? Ich glaube nicht. Es gibt vielleicht welche, die nicht gut waren, oder auch welche, die nicht schlecht waren. Aber ob richtig oder falsch, das kann doch wirklich keiner beantworten. Und wenn wir als Eltern das nicht beantworten können, dann, liebe Gesellschaft, beantwortet uns das doch bitte auch nicht! Wir treffen keine leichtfertigen Entscheidungen, wenn es um das Wichtigste in unserem Leben geht, wir treffen Sie mit Bedacht und vor allem im besten Sinne unseres Kindes.

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