Baby Lifestyle

Osteopathie….wirklich sinnvoll??? Teil 1

26. Oktober 2015

Hallo Ihr Lieben,

vor ca. 1 1/2 Wochen waren wir mit Emil bei einer Physiotherapeutin, die sich auf Osteopathie für Säuglinge spezialisiert hat.
Der Grund, weshalb wir uns einen Termin holten, war, dass Emil sehr unruhig war. Er hat viel mit den Händen und Beinen agiert, sich selbst aus der Ruhe gebracht. Wenn er einschlafen sollte/wollte ging es nicht, er hat sich selbst wachgehalten. Durch wildes rumfuchteln der Arme und Beine kam er einfach nicht zur Ruhe.

Außerdem war er sehr schreckhaft und hat viel geweint, auch im Schlaf.
„Heut zu Tage geht ja fast jeder zum Osteopathen, auch wegen ganz kleiner Problemchen, also machen wir das auch“, dachten wir uns.
Normalerweise hätten wir über einen Monat auf einen Termin warten müssen, jedoch hat mein Onkel den Kontakt hergestellt, so konnten wir spontan auf einem Samstag Vormittag zur Behandlung kommen.
Da waren wir also. Die Physiotherapeutin war sehr nett und auch das Ambiente stimmte. Die Praxis ist einer schicken Altbau-Villa.
Zunächst erklärten wir Ihr Emils Verhalten und was uns auffällig erschien. Daraufhin hat sie sehr schnell Schlüsse gezogen und gleich angefangen.
Die ganzen Schwierigkeiten sollten wohl eine Folge der schnellen Geburt gewesen sein. Er sei noch nicht angekommen auf dieser Welt.
Da freut man sich tierisch darüber eine schnelle und komplikationslose Geburt erlebt zu haben und dann erfährt man, dass es gar nicht so gut für das Kind ist. Ähnlich wie bei Kaiserschnitt-Kindern.

 
 

Nachdem sie uns alles erklärt hatte, klang es auch total logisch. Wenn eine Frau mehrere Stunden in den Wehen liegt, bekommt es das Kind natürlich mit und wird darauf vorbereitet, dass sich bald etwas ändert. Irgendwann wird es für das Baby ungemütlich, wenn die Gebärmutter sich kontrahiert und es will dann auch schleunigst raus.
In unserem Fall ( 3 1/2 Stunden von der ersten Wehe bis zum ersten Schrei ) hatte Emil keine Zeit, sich auf die Veränderung einzustellen. Er wurde aus seiner vertrauten, warmen Umgebung geschmissen und kam in eine kalte, neue Welt. Wenn man im Nachhinein darüber nachdenkt, muss das ein traumatisches Erlebnis sein.

Die Behandlung sah etwas nach „Hand-auflegen“ aus, tatsächlich hat die Physiotherapeutin aber bestimmte Punkte am Kopf, im Nacken, am Rücken und am Bauch gedrückt und sanft massiert. Wir wurden vorher darauf vorbereitet, dass Emil sehr viel weinen und schreien wird, denn er erlebt die Geburt ein zweites Mal und das soll er auch.
Natürlich war es nicht leicht, ihn so zu sehen, aber ich habe mir immer wieder gesagt, dass es ihm hilft und so habe ich es überstanden.
Wichtig war jedoch, dass man ihn schreien lässt, um einmal alles raus zu lassen.
Jeder weiß, wie wichtig es ist mal Dampf abzulassen, wenn man so richtig sauer ist und so erging es auch Emil. Er war wütend, weil er nicht verstand, warum er aus seiner vertrauten Umgebung gerissen wurde.
Mit den Händen formte die Physiotherapeutin das Becken nach und Emil musste Druck ausüben. So spielte sie nach und nach den Vorgang der Geburt nach und Emil beruhigte sich immer mehr.

Nach ca. 45 Minuten war die Behandlung abgeschlossen und Emil hing wie ein nasser Sack auf Ihrem Arm, er war entspannt und das war genau das Ergebnis, welches wir erzielen wollten.

Uns wurde noch gesagt, dass es zunächst zu einer Erstverschlechterung kommen könnte in den nächsten Tagen. Den Tag der Behandlung würde er vermutlich verschlafen. Wir verabredeten, dass wir uns nach 2 Wochen melden, wie es so geht.

Kurz Zusammengefasst kann ich sagen, dass die Erstverschlechterung eingetreten ist und auch der Tag der Behandlung wurde komplett verschlafen.

Über Das Ergebnis nach 1 1/2 Wochen berichte ich Euch dann im nächsten Teil.

Alles Liebe, Christina

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