Gedanken

Manchmal haut es selbst die stärksten Krieger aus den Socken – warum es hier so still war

25. August 2017

Ich habe so viele Mails und Nachrichten von Euch bekommen, warum es hier so still ist und auch bei Instagram so selten Fotos gekommen sind. Vor einigen Wochen hatte ich Euch ja schon versprochen, zu berichten, warum es gerade andere Prioritäten gibt, aber ich wollte mir noch etwas Zeit geben und mir Ruhe gönnen.

Vorweg, es ist nichts schlimmes und ich möchte dadurch auch keine Aufmerksamkeit auf mich ziehen, nur verdeutlichen, dass nicht immer alles rund läuft und das eben auch zu meinem Leben gehört.

Die Instagram Leser unter Euch haben seit einigen Wochen schon mitbekommen, dass ich ständig krank war und eigentlich immer irgendwas zu meckern hatte. Mit einem Kita Kind wird man nun mal häufig mit Keimen konfrontiert und wenn das Immunsystem geschwächt ist, dann nimmt man wirklich jeden Keim mit, so geschehen bei mir. Es ist jedoch nie richtig ausgebrochen, denn anscheinend hatte mein Immunsystem eben doch noch etwas dagegen auszusetzen.

Also A*backen zusammen kneifen und weitermachen. Ich bin immer fleißig zur Arbeit gegangen, auch, wenn es mir nicht so gut ging. Ohne Fieber geh ich arbeiten, ein Grundsatz von mir. So ging es eben über Wochen. Hinzu kam extremer Schlafmangel durch viele Nachtdienste. Ich fand einfach keinen richtigen Rhythmus mehr.

Dann wurde Emil krank, mitten in meinem Nachtdienst-Törn. Einen Tag wurde er von dem Papa betreut, den anderen Tag für ein paar Stunden von meiner Oma. Schlafen? Keine Chance für mich. So machte ich quasi 3 Tage und Nächte durch, mit viel zu wenig Schlaf. Aber es ging. Meine letzten Kraftreserven wurden aktiviert.

Hinzu kam, dass ich einfach viel zu wenig gegessen habe und wenn, dann unausgewogen und ungesund. Eben schnell mal was zwischen Tür und Angel. 

Und dann kam die Retourkutsche. Nach weiteren Nachtdiensten hat mein Körper endgültig schlapp gemacht und ich konnte nicht mehr. Weder körperlich noch psychisch war ich zu irgendwas in der Lage. Ich musste kapitulieren. Ich ging zum Arzt und ließ mich durchchecken. Nichts auffälliges, bis auf eine leichte Blasenentzündung und fette Erkältung. Aber große Erschöpfung.

Ich wusste, ich muss etwas ändern. Ich muss mehr auf mich Acht geben, denn wenn es mir schlecht geht, kann ich mich nicht gut genug um mein Kind kümmern. Die nächsten 3 Wochen hatten wir Urlaub und so schlief ich erstmal. Und schlief und schlief. Ich holte den ganzen Schlaf der letzten Wochen nach und erholte mich in nur wenigen Tagen. Ich achtete darauf, regelmäßig und ausgewogen zu essen. Im Urlaub auch wirklich machbar. Mir ging es so gut wie lange nicht mehr. Ich konnte die Zeit mit meiner Familie so sehr genießen.

Leider ist jeder Urlaub irgendwann mal zu Ende. Und nun? 

Natürlich ist es schwierig im Schichtdienst auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, vor allem im Nachtdienst. Ich habe dann am Tage einfach keinen Hunger und nachts esse ich natürlich keine warmen Mahlzeiten mit den Nährstoffen, die der Körper braucht. Aber trotzdem versuche ich regelmäßig zu essen und nehme mir meine Ruhephasen, um mich zu erholen. Der Haushalt bleibt dann eben einen Tag länger liegen. 

Ich habe in den letzten Wochen so unfassbar viel über mich selbst gelernt und möchte hier einmal deutlich sagen, dass jeder auf sich Acht geben muss. Wie wahnsinnig schnell es gehen kann, dass sich der Schlafmangel auf die Gesundheit auswirkt und dass sich jeder seine Auszeiten nehmen muss, um für seine Familie da zu sein.

Es läuft nicht immer alles perfekt, auch bei uns nicht. Aber gerade ist alles ziemlich gut <3

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