Baby Lifestyle

Genieße die Zeit vs. Alles wird besser

10. Mai 2016

Wie oft habe ich den Satz “Genieße die Zeit solange er noch so klein ist, das kommt nie wieder!” gehört. Oder aber auch “Wenn er größer wird, wird alles einfacher.”

Aber was stimmt denn nun und welche Aussage passt besser? Ich denke, dass muss jeder für sich entscheiden! Aber ich kann von mir behaupten, dass ich es kaum abwarten kann, bis Emil endlich größer und selbstständiger wird. Ich freue mich darauf, Ihn in den Kindergarten zu bringen, vielleicht mit dem eigenen Fahrrad. Ich freue ich darauf, Ihn zu trösten, wenn er  hingefallen ist. Ich freue mich darauf ihm Butterbrote für die Schule zu schmieren und mir bei der Gestaltung sehr viel Mühe zu geben, Ihm ausnahmsweise auch mal Cola trinken zu lassen und am Wochenende mit Ihm länger aufbleiben zu können. Ich freue mich, Ihm die Welt zu zeigen und mir von Ihm die Welt mit seinen Augen zeigen zu lassen!

Natürlich fand ich es schön, ein kleines Baby im Arm zu halten, aber anscheinend bin ich nicht der “Baby-Typ” , aber das weiß man ja vorher nie. Ich freue mich mehr darauf mit Ihm zu toben!

Ich habe die Zeit genossen, so wie ich es konnte, aber natürlich fiel es mir auch schwer, da Emil nun mal nicht sehr einfach ist. Dieses unbeholfene Wesen, für welches Ich die Verantwortung trage. Ich liebe die Verantwortung und bin mir dieser auch sehr wohl bewusst, aber was spricht denn dagegen, sich auf die Zeit zu freuen, in der Emil selbstständiger wird? Ist es nicht toll zu sehen, wie sie groß werden und sich mehr und mehr abnabeln? Dann haben wir als Eltern doch alles richtig gemacht.

Abnabeln heißt ja nicht verlassen, Emil bleibt immer mein Ein und Alles, für den ich mein letztes Hemd geben würde.

Dann hört man eben auch immer wieder, dass alles besser wird, je größer sie werden.

Meine Mama hat immer zu mir gesagt: “Kleine Kinder, kleine Sorgen, große Kinder, große Sorgen” Das hat sich eingebrannt. Aber ich glaube, ich bin der Typ, der mit den größeren Sorgen besser umgehen kann, als mit den kleinen. Dafür sollte ich mich auch nicht rechtfertigen müssen, so bin ich einfach, und trotzdem habe ich mich bisher noch nie getraut, außerhalb meiner eigenen vier Wände, zu sagen, dass ich froh bin, wenn Emil größer wird.

Ob in Gesprächen bei Babygruppen, bei Instagram oder auch Whatts App Gruppen, die meisten Mütter und Väter beklagen, dass Ihre Kinder so schnell groß werden. Keiner, der öffentlich zugibt, dass man es kaum erwarten kann, dass sie groß werden. Nun stelle ich mir natürlich die Frage, warum das so ist. Bin ich tatsächlich die Einzige, die sich mehr auf die Zeit nach dem ersten Lebensjahr freut?

Und wenn schon, es ist nun mal so.

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2 Comments

  • Reply Stella mit Babyfia 10. Mai 2016 at 18:54

    Du bist nicht die einzige!

    Ich genieße die Zeit jetzt durch und durch. Aber ich glaube auch, dass es immer noch schöner wird. Dann wenn sie sagen kann was weh tut, wir uns unterhalten können, wir tolle Sachen unternehmen können und die Welt wirklich begreifbar ist.

    Natürlich sollte man das “jetzt” nicht vergessen aber meine Vorfreude auf später ist auch schon sehr groß. Und ich trauere dem Wachstum nicht nach. Ich freue mich mit zwei lachenden Augen über jeden Fortschritt.

  • Reply Anonym 10. Mai 2016 at 22:26

    Schön geschrieben! Beim ersten Kind ging es mir genau wie dir, ich empfand mich schnell grundsätzlich nicht als der Typ “Baby-Mama” und genoss statt dessen viel mehr das Kindergartenalter. Und dann kam vor 6 Monaten das Zweite. In der Schwangerschaft dachte ich so oft heimlich “Möge das erste Jahr schnell vergehen, damit dann die schönere Zeit beginnt” und plötzlich empfinde ich diesmal alles ganz anders; bin vernarrt in diese Baby-Zeit und es geht mir alles viel zu schnell.

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