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#workingmom im Schichtdienst

15. Mai 2017

Es erreichen mich ständig Fragen und Nachrichten dazu, wie ich den Schichtdienst mit der Familie vereinbaren kann und wie ich damit klar komme.

Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass mir der Schichtdienst nichts ausmacht. Denn auch, wenn ich nur 25 Stunden die Woche arbeite, ist es eben nicht wie im Büro – 5 Stunden am Tag an 5 Tagen die Woche – . Mal arbeite ich mehrere Tage am Stück und habe dann auch viele Tage frei, mal arbeite ich einzelne Tage. Dann habe ich allerdings einen ganz normalen Arbeitstag von 8-10 Stunden. Nebenbei dann auch noch den Haushalt schmeißen, mit Emil spielen und Ihn beschäftigen, ist tatsächlich eine Herausforderung.

An den Tagen, an denen ich frei habe und Emil vormittags in der Kita ist, würde ich gerne mal ausschlafen, mich um mich kümmern, aber an den Tagen muss der Haushalt gemacht werden und das erledigt werden, was an den Arbeitstagen liegen geblieben ist. Natürlich gönne ich mir auch mal einen Tag Pause, gerade nach mehreren Nachtdiensten, aber mit gutem Gewissen ist das quasi unmöglich.

Früher war ich top organisiert, einen leeren Kühlschrank gab es quasi nicht, die Wäsche war immer gemacht und ich hatte meine Termine im Kopf… Etwas, dass es so nicht mehr gibt. Denn, seit dem ich wieder arbeite, bin ich quasi der Chaot in Person. Mit zu vielen Dingen im Kopf ist es eben schwierig, sich auf alles zu konzentrieren und meine Multitasking-Fähigkeit hat mich spätestens im August 2016 verlassen. Also die Trophäe für die Top-Mama und Top-Hausfrau werde ich wohl nie gewinnen, aber das macht auch nichts. 

So muss ich das ein oder andere Mal feststellen, dass der Kühlschrank leer ist und mir den Kopf zerbrechen, was ich denn aus quasi Nichts zu Essen machen kann! Die Wäsche stapelt sich und von der Bügelwäsche wollen wir mal gar nicht erst anfangen zu reden. Das Problem ist jedoch, dass ich schlecht entspannen kann, wenn es bei mir unordentlich ist. Denn Unordnung im Haushalt verursacht bei mir auch ganz schnell Chaos im Kopf.

Trotzdem bin ich noch immer davon überzeugt, dass sich der Schichtdienst super mit dem Familienleben vereinbaren lässt, denn ich habe genug Zeit, um mich um Emil zu kümmern und dafür lasse ich die Wäsche natürlich auch gerne liegen. ( Die kann man nämlich irgendwo außer Sichtweite lagern. – Mein Top-Tipp für alle #workingmoms 🙂 )

Die Frühdienste gehen mir weiterhin echt leicht von der Hand, im früh Aufstehen bin ich halt Profi, Spätdienste habe ich selten aber auch damit hab ich kein Problem. Nur die Nachtdienste gehen mir nicht mehr so leicht von der Hand wie früher.

Nachts zu arbeiten liegt nun mal nicht in der Natur des Menschen und somit kämpfe ich auch mit den Folgen. Noch Tage nach dem Nachtdienst bin ich müde, sehr müde… ich könnte jeden Abend um 19 Uhr ins Bett gehen und würde sofort schlafen, aber dafür ist mir die Zeit mit meinem Mann auch zu kostbar und so versuche ich meine Müdigkeit einfach wegzudenken.

Ich mache recht viele Nächte im Monat und kann danach nur wenige Stunden schlafen, denn Emil muss ja aus dem Kindergarten abgeholt werden, das merke ich einfach und deshalb will ich das auch nicht schön reden. Schichtdienst ist verdammt anstrengend, ob mit oder ohne Kind, aber wenn man das, was man macht liebt, dann funktioniert man auch mit 10 Stunden Schlaf in 2 Tagen.

Wobei das Schlafen an sich gar nicht so einfach ist, denn der Schichtdienst bringt den Bio-Rhythmus gehörig durcheinander. So habe auch ich, wie alle im Schichtdienst Tätigen, mit Schlafproblemen zu kämpfen. Müde zu den ungünstigsten Zeitpunkten und wach eben auch zu eher fragwürdigen Zeiten. Ich versuche meinen Bio-Rhythmus etwas auszutricksen, in dem ich eigentlich immer vor dem Schlafengehen die gleichen Rituale durchziehe, der Mensch ist ein Gewohnheitstier, also komme ich damit eigentlich ganz gut klar. Das mit den Ritualen kennen ja auch die Mütter unter uns, nichts ist wichtiger als geregelte Abläufe für Kinder.

Und was ich gegen die Müdigkeit mache, wenn es grad nicht möglich ist zu schlafen? Beschäftigung suchen, was mit einem knapp 2 jährigen eigentlich gar nicht so schwer ist und ja, leider ist mein Kaffeekonsum sehr gestiegen, aber das ist okay, wenn es mir hilft. Denn nichts ist schlimmer, als mit sich zu streng zu sein. 😉

Was macht Ihr anderen #workingmoms im Schichtdienst, wenn Ihr müde seid, oder wenn Ihr nicht schlafen könnt?

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