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Smartphone, Tablet und Fernseher – der Umgang mit Medien im Kleinkindalter

11. Oktober 2017

Ein Thema, mit dem wir uns leider schon früh beschäftigt haben. Wie Ihr wisst, war Emil ein furchtbarer Esser und hat wirklich jegliches Essen verweigert. Bis wir auf die glorreiche Idee kamen, es mal mit einer Kinderserie auf dem Handy oder Laptop zu versuchen. Tja, was soll ich sagen, natürlich hat er dann gegessen und wir waren froh, dass er länger als ein paar Minuten Interesse am Essen hatte. Wobei, Interesse am Essen wohl eher nicht, eher an der Serie.

Es war uns sehr unangenehm, zugeben zu müssen, dass unser Kind beim Essen eine Kinderserie anschaut, damit er überhaupt etwas isst und ich war kein Befürworter, aber wir wussten uns nicht anders zu helfen. Anfangs ließen wir es einfach so weiterlaufen und waren nur froh darüber, dass er gegessen hat. Nach einiger Zeit (ziemlich langer Zeit), waren wir uns jedoch einig, dass es so nicht weiter gehen konnte.Wir versuchten also bei jeder Mahlzeit den Laptop wegzulassen und ihn mit anderen Sachen abzulenken. Bücher spielten hierbei eine große Rolle. Manchmal hat es geklappt und manchmal eben auch nicht.

Die Entwöhnung ist dann irgendwann einfach passiert, ganz von alleine. Emil hat sein Essen selbst gegessen, auch manchmal mit dem Essen gespielt, was ich in dem Alter wirklich nicht schlimm finde, denn er soll das, was er isst ja auch kennenlernen. Manchmal brauchte er wirklich absolut keine Ablenkung und manchmal stehen seine Autos beim Essen auf dem Tisch, wir schauen ein Buch an oder malen. Und das finden wir okay so. Jetzt mag vielleicht manch einer sagen, dass beim Essen nicht gespielt werden darf, aber überlegt doch mal, wie langweilig Essen für ein Kind ist. Klar, irgendwann sollte ein Kind „ruhig“ am Tisch sitzen können und Tischmanieren haben, aber jetzt mal ehrlich, mit 2 Jahren muss das doch nicht sein. Das gehört doch irgendwie zum Kind-sein dazu.

Smartphones und Tablets in Kinderhänden

In der heutigen Zeit kommen wir einfach nicht drum herum, dass unsere Kinder mit Medien aufwachsen. Das gehört nun mal dazu. Die Kinder sehen uns, wie wir unsere Smartphones kaum noch aus den Händen legen und mein Sohn wischt gekonnt über das Iphone, wenn es mal nicht gesperrt ist. Erschreckend? Ja, aber ich denke, ganz normal und trotzdem bei uns nicht alltäglich.

Natürlich sieht Emil dabei zu, wie wir mit unseren Smartphones umgehen und das guckt er sich ab. Trotzdem achten wir darauf, dass wir das Telefon nicht ununterbrochen benutzen, wenn er dabei ist. Schließlich geht es doch darum Zeit mit dem Kind zu verbringen und nicht am Handy. Erschreckend finde ich, wenn eine Mama auf dem Spielplatz oder beim Einkaufen ununterbrochen auf das Smartphone starrt, anstatt Ihr Kind im Auge zu behalten. Das ist unverantwortlich und gefährlich, aber da liegt es doch Nahe, dass das Kind automatisch Interesse an diesem Ding hat, was die Mama ständig in der Hand hat.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass Smartphones nicht in Kinderhände gehören und man einen geregelten Umgang mit diesem Medium vermitteln muss.

Meine Meinung zu Tablets sieht da ein wenig anders aus, sofern es dazu genutzt wird, kinderfreundliche Serien zu schauen. Ich finde es okay, wenn man dem Kind auf einer langen Autofahrt oder im Flugzeug erlaubt, sich eine Serie anzuschauen. Für einen festgelegten kurzen Zeitraum versteht sich. Gerade für kleine Kinder ist es eine absolute Reizüberflutung, die nur schwer zu verarbeiten ist, daher sollte das „Vergnügen“ nur von kurzer Dauer sein.

Wovon ich jedoch ein wirklicher Gegner bin, sind Spiele-Apps für Kleinkinder. Das ist etwas, das brauchen Kindern meiner Meinung nach wirklich nicht. Wir haben kein Tablet, insofern kommen wir gar nicht erst in die Verlegenheit solche Apps zu nutzen, aber selbst wenn wir eines besitzen würden, käme es nicht in Frage. Was hat das noch mit Fantasie anregen zu tun? Kinder müssen ihre eigenen Spielideen entwickeln. Gerade im Kleinkindalter ist dies enorm wichtig für die Entwicklung.

Ich muss allerdings auch dazu sagen, dass selbst ich keine Spiele-App auf meinem Handy habe, denn es gibt nichts, was ich grausamer finde, als Spiele auf dem Handy oder Tablet zu spielen. Da setze ich dann doch lieber auf die guten alten Brettspiele, die man immerhin gemeinsam spielen kann.

TV, Netflix und Co.

Bei diesem Thema sieht meine Meinung schon etwas anders aus. Wenn Emil krank ist, darf er auch mal länger Fernsehen schauen und sich Die Eiskönigin angucken. Er liebt Olaf 😉 Und auch an einem verregneten Sonntag darf er sich eine Kindersendung ansehen. Gerade morgens am Wochenende kuscheln wir uns noch gerne mit unseren Pyjamas und den Decken auf’s Sofa und schauen etwas TV. Das finde ich okay, solange er nicht danach fragt.

An den meisten Tagen schauen wir gar kein Fernsehen und das finde ich wichtig, denn solange Emil weiß, dass er sich anders beschäftigen kann, ist es für uns okay, dass er ab und zu mal etwas Fernsehen schaut. Und ja, abends darf er das Sandmännchen gucken, wenn er möchte. Des Öfteren kommt es nämlich auch vor, dass er gar kein Interesse daran zeigt und dann machen wir es einfach wieder aus und spielen dafür lieber noch eine Runde, bevor es an die Abendrituale geht.

Ich denke, wir haben für uns einen guten Weg gefunden im Umgang mit den Medien. Auch wenn er größer ist und den Fernseher selbst einschalten kann, wird es für Ihn Einschränkungen geben. Wichtiger finde ich jedoch, dass wir unseren Kindern zeigen, dass es viel bessere Alternativen zum Fernsehen schauen, Spielkonsole spielen oder Tablets gibt. Das liegt an uns Eltern, Ihnen zu zeigen, was es für tolle Beschäftigungen gibt und wenn ein Kind nur selten nach Fernseher etc. fragt, haben wir einiges richtig gemacht, denke ich 🙂

Nun würde ich gerne wissen, wie Ihr zu den Themen steht und wie Ihr das Zuhause so handhabt?

Auch die anderen Mamis unserer #MamiMitWort Reihe haben sich zu dem Thema geäußert. Schaut auch mal bei Ari , Pazi und Katharina vorbei und lest, was Sie darüber denken!

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