Baby Food

Beikost – wann ist der richtige Zeitpunkt für den Start? Teil 1

20. Januar 2016

Laut WHO sollte ein Baby 6 Monate voll gestillt werden, manchmal geht das jedoch nicht. Der beste Start um die Beikost einzuführen liegt zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat. Frühestens mit 4 Monaten, aber spätestens mit Beginn des 7. Monats sollte man langsam anfangen das Kind an Brei zu gewöhnen.

DSCN1878

Flaschenkindern wird empfohlen schon mit 4 Monaten anzufangen, Stillkindern erst mit 6 Monaten.
In Absprache mit Kinderarzt oder/und Hebamme kann man langsam anfangen.

Zunächst beginnt man mit einer reinen Gemüsesorte. Beliebteste Gemüsesorten für den Beginn sind Karotte, Pastinake oder auch Zucchini. Bei Karotte ist jedoch Vorsicht geboten, führt sie nicht selten zu festem Stuhl und somit zu Bauchschmerzen.

DSCN1877

Die Umstellung ist schon schwierig genug für das Babybäuchlein, deshalb ist es sehr wichtig langsam zu beginnen. Man beginnt mit 2-3 Teelöffeln am Mittag vor der Milchmahlzeit (ob Flasche oder stillen ist irrelevant). Sollten die ersten Versuche nicht gelingen und das Baby zeigt deutlich, dass es nichts essen möchte, dann nicht gleich den Mut verlieren.

Kinder sind Gewohnheitstiere und haben sich ja nun 4 Monate oder länger an die Brust oder Flasche gewöhnt, da kann so ein Löffel im Mund schon stören.

DSCN1882

 

Einfach ein paar Tage pausieren und es erneut versuchen. Wichtig ist es allerdings, das Kind niemals zu drängen. Wenn es noch nicht soweit ist, dann hat das seine Gründe.

In manchen Fällen (wie bei uns) wird der Brei sofort gut angenommen und das Baby kann gar nicht genug bekommen. Aber auch hier gibt es Tage, da wird der Brei verweigert und die Flasche gefordert. Das ist okay, denn wichtig ist, dass das Kind satt und zufrieden ist.
In jedem Falle sollte anschließend an den Brei noch die Milchmahlzeit angeboten werden, denn reines Gemüse macht gar nicht satt. (Ein Völlegefühl ist zwar vorhanden, aber richtig sättigend ist der Brei erst mit Zugabe von Kartoffel,Hirse, etc.)

Dem Gemüsebrei sollte man nach dem Erwärmen einen Teelöffel Beikost Öl zufügen und im besten Fall frisch gepressten O- oder Apfelsaft. Es ist notwenig für die Vitamin- und Eisenaufnahme.

Nach ca. 2 Wochen kann man dem Gemüsebrei Kartoffeln oder Hirse zufügen, wenn der Brei bisher gut vertragen wurde. Aber auch hier sollte man anfangs nach dem Brei noch die Milchmahlzeit anbieten, es heißt nicht umsonst Beikost, denn bis die Milchmahlzeit komplett ersetzt wird, kann es etwas dauern. Manchmal wird die Flasche dann genommen und manchmal nicht, auch das muss man akzeptieren. Bei uns hat es ca. 3-4 Wochen gedauert, bis Emil die Flasche gar nicht mehr brauchte. Dafür bekommt er Wasser zum Essen, damit er genug Flüssigkeit bekommt.

Eine bestimmte Uhrzeit kann man natürlich noch nicht festlegen, aber um die Mittagszeit ist ein guter Zeitpunkt. Bei uns variiert es auch von Tag zu Tag. Aber grob ist es bei uns immer zwischen 11.30 Uhr und 13.30 Uhr.
Man sollte darauf achten, dass das Kind nicht zu müde und auch nicht zu hungrig ist.
Den Mittagsschlaf dann eher vorziehen und danach den Brei geben.
Wenn der Hunger zu groß ist, kann das Baby schnell ungeduldig werden, ginge es doch mit der Flasche viel schneller.

Hört auf euer Bauchgefühl (Und das des Kindes) und dann klappt es schon und wenn nicht, weiter probieren, irgendwann klappt es auf jeden Fall!

Im nächsten Teil geht es um den Fleischbrei und den Milch-Getreide-Brei am Abend.

Wie sind Eure Erfahrungen mit der Beikost?

You Might Also Like

4 Comments

  • Reply Anica 20. Januar 2016 at 17:47

    Liebe Lotti,

    du hast so recht. Man muss auf sein Bauchgefühl hören. Mein kleiner Spatz ist jetzt 4 1/2Monate und ich hatte schon seit ein paar Wochen das Gefühl, er wird nicht mehr richtig satt. Er wird voll gestillt. So und nun heißt es ja eigentlich, Stillkinder ab dem 6. Monat zufüttern…und dann hab ich lange überlegt. Was ich mache. Ich habs dann einfach mal mit ein bisschen Möhrenbrei probiert und siehe da, von Anfang an hat er ordentlich reingehauen und das jetzt schon seit 1 1/2 Wochen. Ich frage mich immer noch ab und zu, ob es nicht zu früh ist. Aber er zeugt mir deutlich, dass er den Brei möchte. Also kann es ja nicht falsch sein. Ich frage mich allerdings wie schnell ich das jetzt steigern soll…verträgt er es, wenn ich Kartoffeln hinzufüge? Oder sollte ich lieber noch etwas warten, weil wir ja so 'früh' angefangen haben? Vielleicht hast du ja einen Rat für mich.
    Liebe Grüße

  • Reply Christina 21. Januar 2016 at 15:10

    Hallo Anica,

    Emil hat ja auch recht früh mit dem Brei begonnen ( 17. Wochen) da unsere Kinderärztin meinte wir sollen es mal versuchen. Mach dir also kein Kopf ob du zu früh angefangen hast, schon gar nicht wenn er dir zeigt, dass es ihm gefällt 🙂 Wir haben nach ca. 2-3 Wochen damit angefangen Kartoffeln zuzugeben, was anfangs zu Bauchweh geführt hat, aber das soll normal sein, denn der Bauch braucht halt etwas Zeit sich umzugewöhnen. Aber nach kurzer Gewöhnungsphase wurde es wieder besser. Probiere es einfach mal aus, und wenn du merkst, dass er totale Bauchweh hat, dann lässt du es wieder weg. Oder du probierst es mit Hirse, das ist etwas schonender, wenn er Kartoffel noch nicht verträgt.
    Wir haben uns auch durchgetestet und jedes Kind is(s)t anders 🙂

    Liebe Grüße und viel Spaß weiterhin, Christina

  • Reply Anonym 24. Januar 2016 at 21:16

    Hallo, ich schließe mich der Runde mal an. Erstmal "Anonym" da ich mich gerade auf die stelle nirgends anmelden möchte. Mein Name ist Franziska. Meine Tochter auf den Tag genau 6.Monate. Wir haben mit beikost bei 4 1/2 Monaten angefangen. Mein Baby war ein absolutes schreikind,hat aber schon klar gemacht das sie nicht abgeneigt ist , was feste Nahrung betrifft. Wir haben es versucht. Wenn man so sagen will hatten wir nichts zu verlieren. Unserer kleinen ging es täglich sehr schlecht. Seid dem sie brei bekommt geht es ihr sehr viel besser. Die ständigen Bauchschmerzen sind endlich verschwunden und seid ca. 4Wochen schläft sie nicht mehr Tag und Nacht nur auf meinem Bauch. Was auch für mich eine riesen erleichterung ist. Wir haben vor ca.1 Woche auch den Abendbrei eingeführt. Der bekommt ihr allerdings garnicht und die Bauchschmerzen sind zurück. Abendbrei wird nun "abgesetzt" und wir hoffen das es ihr schnell wieder besser geht. Wir warten ein paar Wochen und denn versuchen wir es erneut. Wir haben mit Karotte angefangen, allerdings fand meine kleine das schnell langweilig und wir sind zu kürbis gewechselt. Haben auch pastinake probiert,was ihr überhaupt nicht geschmeckt hat. Haben uns immer weiter gesteigert. Mitlerweile ist sie gemüse mit Lachs,spagetti Bolognese,gemüse Lasagne und auch mal karotte-kartoffel-rind.

  • Reply Beikost Teil 2 – lottiundemil.de 14. März 2016 at 20:10

    […] es hier schon um den Gemüse- und den Gemüse-Kartoffel-Brei ging möchte ich Euch heute erzählen, wie […]

  • Leave a Reply

    *